Terminservice der KV Berlin

Der Betrieb der Terminservicestellen (TSS) ist Teil des gesetzlichen Auftrags der Kassenärztlichen Vereinigungen. Die TSS unterstützt die gesetzlich versicherten Patientinnen und Patienten bei der Suche nach einem Termin für eine haus-, kinder- sowie fachärztliche Behandlung oder hilft bei der Vermittlung in die psychotherapeutische Versorgung (Psychotherapeutische Sprechstunde, Akutbehandlung und Probatorik).

Diese Termine vermittelt die TSS

Darum müssen Praxen Termine melden

So melden Praxen Termine an die TSS

So werden die gemeldeten Termine verwaltet

Extrabudgetäre Vergütung für TSS-Termine

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Diese Termine vermittelt die TSS:

  • Termine für eine ärztliche Behandlung bzw. einen Termin zur psychotherapeutischen Versorgung (Erstgespräch im Rahmen der Psychotherapeutischen Sprechstunde oder Probatorik) mit maximal vier Wochen Wartezeit
  • Termine zur psychotherapeutischen Akutbehandlung mit maximal zwei Wochen Wartezeit
  • Ab 2020 können auch dringende ärztliche Termine innerhalb von 24 Stunden vermittelt werden. Diese Vermittlung übernimmt die Leitstelle des Ärztlichen Bereitschaftsdienstes nach erfolgter medizinischer Ersteinschätzung.
  • Für die meisten Termine muss eine Überweisung vorliegen, die den dringenden Behandlungsbedarf mit einem aufgeklebten Vermittlungscode feststellt. Die psychotherapeutische Akutbehandlung und Probatorik muss auf dem Formular „PTV 11“ verordnet werden.
  • Ausnahmen: Für Termine beim Augenarzt, Gynäkologen und auch zur Psychotherapeutischen Sprechstunde bei einem Psychotherapeuten sowie im Regelfall auch zu Haus-, Kinder- und Jugendärzten ist keine Überweisung erforderlich.
  • Versicherte erhalten keine Wunschtermine, weder hinsichtlich der Praxis, des Wochentags, der Uhrzeit oder hinsichtlich des Praxisstandorts – innerhalb Berlins gilt laut der gesetzlichen Vorgaben jede Entfernung als „zumutbar“.

Um diesen gesetzlichen Auftrag erfüllen zu können, ist die KV Berlin auf die Mitwirkung der niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte aller Fachgruppen sowie der Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten angewiesen.

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Darum müssen Praxen Termine melden:

Mit Inkrafttreten des Terminservice- und Versorgungsgesetzes gehört es zur vertragsärztlichen Pflicht, der TSS-Termine zur Verfügung zu stellen. Gelingt es der TSS nicht, in der vorgeschriebenen Frist zu vermitteln, haben die Patientinnen und Patienten einen gesetzlich verbrieften Anspruch auf einen Termin zur ambulanten Behandlung im Krankenhaus, und das diesbezügliche Honorar geht somit den Fachgruppenbudgets verloren. Daher liegt die Meldung ausreichend freier Termine im Interesse aller Mitglieder der KV Berlin.

Achtung: Für einige Arztgruppen ist die Meldung einer festgelegten Anzahl an Terminen verpflichtend. Die Liste der betroffenen Arztgruppen wird quartalsweise angepasst. Weitere Informationen

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So melden Praxen Termine an die TSS:

Um Termine leicht selbst zu pflegen und den Aufwand zu minimieren, empfiehlt die KV Berlin den eTerminservice (eTS). Hier sind alle Informationen zur Nutzung dieses Dienstes zusammengestellt.

Ist einer Praxis die Bedienung des eTS nicht möglich, können Termine mittels eines Meldebogens an die TSS gemeldet werden. Die TSS überträgt diese Termine für die Praxis in den eTS:

  • Meldebogen (PDF, 468 KB [2 Seiten]) für Facharzttermine
  • Meldebogen (PDF, 613 KB [2 Seiten]) für Haus- und Kinderarzttermin
  • Meldebogen (PDF, 432 KB [2 Seiten]) für die Vermittlung von Terminen für die psychotherapeutische Sprechstunde, die Akutbehandlung und Probatorik

Um Aufwand für Praxen und Servicestelle zu minimieren, empfiehlt die KV Berlin, Termine gesammelt für einen Zeitraum von einigen Wochen vorab zu melden. Um Beachtung von Urlaubs- und anderen Abwesenheitszeiten in der Praxis wird gebeten.

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So werden die gemeldeten Termine verwaltet:

Selbst verwalten können Praxen ihre Termine am besten mit dem eTerminservice.

Wurde ein Termin gebucht oder abgesagt, erfolgt eine Rückmeldung an die Praxis. In welcher Form die Praxis benachrichtigt wird, muss in den Einstellungen im eTS hinterlegt sein (Weitere Informationen auf der Infoseite zum eTS). Praxen, die den eTerminservice bislang nicht nutzen können, teilen die gewünschte Kontaktinformation bitte an terminservice@kvberlin.de mit. Die E-Mail-Adresse oder Faxnummer wird dann als Service seitens der TSS hinterlegt.

Die Rückmeldung der Servicestelle enthält mindestens:

  • den gebuchten Termin
  • die Initialen des Patienten
  • den Dringlichkeitscode
  • oder ggf. eine Terminabsage.

Wird der Termin durch die TSS vermittelt, bestätigen Versicherte diesen Termin zusätzlich telefonisch in der Praxis. Haben Versicherte ihren Termin eigenständig über den eTerminservice gebucht, entfällt die telefonische Bestätigung.

Nicht gebuchte Termine werden durch den eTerminservice je nach Einstellung des Buchungsabstands geblockt und können somit nicht mehr durch die Servicestelle vermittelt werden. Sie stehen Ihnen automatisch wieder für den regulären Praxisbetrieb zur Verfügung.

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Extrabudgetäre Vergütung für TSS-Termine:

Mit Inkrafttreten des TSVG werden TSS-Terminfälle extrabudgetär vergütet. Weitere Informationen bietet eine Übersicht zu den TSVG-Fallkonstellationen (PDF, 103 KB [3 Seiten]) . Wie TSS-Terminfälle im Praxisverwaltungssystem gekennzeichnet werden, ist hier erklärt.

Praxis-Service

Kontakt:
Tel. (für Praxen):
31003 - 939
Fax: 31003 50900
E-Mail: terminservice@kvberlin.de

Terminmeldebögen:
Termine Facharzt
(PDF, 468 KB [2 Seiten])

Termine Haus- u. Kinderarzt
(PDF, 613 KB [2 Seiten])

Termine psychotherapeutische Sprechstunde, Akutbehandlung und Probatorik
(PDF, 432 KB [2 Seiten])

Weitere Informationen

Termine einfach selbst verwalten:
eTerminservice

Meldepflicht:
Meldebedarf für das 1. Quartal 2020

„Webpatient“ ab 01.11.2019:
Patienten können selbst Termine einsehen und buchen
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